|
|
|
|
|
Schule von Barbizon
|
Bei der Schule von Barbizon handelt es sich um eine Malergruppe, die sich in den Jahren 1830 bis 1860 in dem französischen Dorf Barbizon am Wald von Fontainebleau zusammenfindet. Von hier aus unternehmen sie ihre Streifzüge in die Natur, deren realistische Darstellung sie sich zur Aufgabe gemacht haben. Dem Vorbild Théodore Rosseaus, der der erste Maler dieser Richtung ist, folgen bald weitere namhafte Künstler: Julien Dupre, Charles Francois Daubigny, Jean Francois Millet und kurzzeitig auch Jean Baptiste Camille Corot. Diese Künstler richten sich gegen die vorherrschende klassizistische Akademiekunst, die die Natur heroisch – idealisiert darstellt. Auch die romantische, holländische Tradition stößt in der Künstlerkolonie auf Ablehnung. Die Maler der Schule von Barbizon versuchen ihrem englischen Vorbild John Constable folgend, Stimmungsgeladene und schlichte Darstellungen der Landschaft anzufertigen. So malt Jean Francois Millet monumental anmutende Bauern bei ihrer mühseligen Arbeit auf dem Feld. Oftmals fehl verstanden beinhalten seine Bilder keine Sozialkritik. Vielmehr lassen sich seine Themen biblisch ausdeuten und wecken später sentimentale Erinnerungen an die körperlich harte aber befriedigende, fast meditative Arbeit in der Natur. Die Künstler der Schule von Barbizon werden durch ihre Freilichtstudien zu Wegbereitern des Impressionismus. Der industriellen Entwicklung stehen sie allerdings noch ablehnend gegenüber. Ihre Gemälde stellen eine Revolutionierung der französischen Landschaftsmalerei dar.
|
|
|
|
|
|
|
|
Schule von Barbizon |
| |