|
|
|
|
|
Kubismus
|
Die von 1907 bis 1914 andauernde Kunstbewegung des Kubismus ist in drei Phasen unterteilt. Aufbauend auf den geometrischen Werken von Paul Cezanne widmen sich in der Folge Pablo Picasso und George Braque einer neuen Art der Darstellung. Das bekannteste Werk dieser frühen Phase stammt von Picasso: Demoiselles D’Avignon, 1907, New York – Museum of Modern Art. Es zeigt einige Grundsätze des Kubismus: Die Zerlegung von Körpern in würfelartige Formen sowie die Aufhebung der Zentralperspektive, Farbe und Oberfläche eines Körpers. Ausgehend von den kubischen Formen dieser nicht um den Inhalt bemühten Bilder entsteht der Name dieser Kunstbewegung, der die spöttische Einstellung der zeitgenössischen Kunstkritik wiedergibt. Die noch erkennbaren, aber von vielen Blickwinkeln gezeigten, Objekte werden ab 1909 in der 2. Phase, analytischer Kubismus genannt, gänzlich aufgelöst. Es entstehen kleinteilige, nur aus Fläche und Linie bestehende Bilder in den Farben Grau, Blau, Grün und Ocker. Erst ab dem Jahr 1912 baut man die vorher vollständig zerlegten Gegenstände aus teilweise abstrakten Zeichen, teils fremden Materialien wieder zu einem Körper zusammen. Diese dritte Phase mit dem Namen synthetischer Kubismus wird neben Braque und Picasso auch von den Künstlern F. Léger und G. Gris getragen. Sie besticht durch die Einbeziehung realer Materialien, den ersten Collagen, sowie einer größeren Farbigkeit, worauf Künstler wie Robert Delaunay mit seinen dem Synthetismus zugehörigen Farbkreisen oder Franz Marc und Lyonel Feininger reagieren. In Italien entwickelt sich in der Folge des Kubismus die Kunstrichtung des Futurismus.
|
|
|
|
|
|
|
|
Kubismus |
| |