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Viktorianische Kunst
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Die Viktorianische Kunst bezeichnet einen Zeitraum von kappen 60 Jahren und nimmt ihren Ausgang in England. Beginnend mit der Regierung von Königin Viktoria im Jahre 1837, der diese Epoche ihren Namen zu verdanken hat, kann von einer Zeit des kapitalistischen Aufschwunges durch den vermehrten Kolonialismus gesprochen werden. Die Industrialisierung und zunehmende Mechanisierung zieht die Menschen in die Städte, die ebenso wie die Lebensumstände ihrer Bewohner eine umfassende Strukturierung und Systematisierung erfahren. Die Viktorianische Zeit ist geprägt durch ihre Zwiespältigkeit. Zum einen wird ein einfacher Baustil etabliert, um die Menschenmassen in den Städten zu beherbergen, zum anderen besteht der Wunsch nach Repräsentation, weshalb bautechnisch auf alte Stilrichtungen zurückgegriffen wird. Die bildende Kunst ist ebenfalls ganz den traditionellen Lehranstalten verpflichtet. Ganz im Sinne des wirtschaftlichen Aufschwunges werden idealisierende Portraits gemalt und mythologisch, allegorische Gemälde, die eine Welt vielzähliger Möglichkeiten und schwelgenden Genusses propagieren. Dem reichen Bürgertum, das sich gern in idealisierter Pose präsentiert und von den Pariser Salons mit Gemälden orientalischen und allegorischen Kitsches verwöhnt wird, steht das einfache, arme Volk gegenüber. Verschiedene Künstlergruppen rebellieren gegen die überkommenen akademischen Richtlinien der Viktorianischen Kunst und setzten der beängstigenden Massenbewegung ihrer Zeit eine subjektive Malweise entgegen. So entsteht zunehmend eine gewisse Stilvielfalt. Neben der Salonkunst entsteht der Symbolismus, sowie die Gruppierung der Präraffaeliten oder aber auch der Impressionismus, dessen Künstler sich zur Moderne hin mehr und mehr einen Namen machen.
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Viktorianische Kunst |
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