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Praeraffaeliten
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Bei den Präraffaeliten handelt es sich nicht um eine bestimmte Stilrichtung. Vielmehr bezeichnet der Begriff eine, 1848 in London ins Leben gerufene, Malergruppierung, die bis 1853 besteht. Wenn der Name auch auf die italienische Malerei vor Raffael hinweist, so liegt das eigentliche Ziel der Präraffaeliten in der Hinwendung zur Natur und damit der Ablehnung der akademischen Kunst. Allen drei Gründungsmitglieder William Holman Hunt, John Everett Millais und Dante Gabriel Rossetti widerstrebt die Malerei im braunen Kolorit und Helldunkelkontrast, die sich an der Londoner Akademie etabliert hat. Sie beschließen, in Anlehnung an die italienische Malerei vor Raffael, in hellen, frischen Farben zu malen. Stark kritisiert, wie viele Gruppen, die sich gegen etablierte Stilrichtungen wenden, suchte die Bruderschaft der Präraffaeliten, die noch durch die vier weitere Künstler: James Collinson, Thomas Woolner, Walter Howell Deverell und Edward Coley Burne-Jones bereichert wird, Unterstützung durch den Theoretiker John Ruskin, der ihnen anhand eines Artikels zu etwas mehr Ansehen verhilft. Einige dieser Künstler werden später dem Symbolismus zugeordnet, was nicht weiter verwunderlich ist, da auch schon während des Bestehens der Präraffaeliten ein großes Interesse an symbolischen, märchenhaften und altertümlichen Motiven zu verzeichnen ist. Aber auch religiöse Themen, wie die nahe stehende deutsche Bruderschaft der Nazarener sie malt, sind sehr beliebt. So unternimmt William Holman Hunt eine Reise ins Heilige Land, um eine realistischere Umgebung für seine religiösen Gemälde zu finden. An einem früheren Gemälde von ihm: „Unsere englischen Küsten“, das auf den ersten Blick eine sehr detaillierte Küstenlandschaft zeigt, wird deutlich, dass die Gruppe der Präraffaeliten auch sozial kritische Themen in ihren äußerst realistisch gemalten Gemälden anzudeuten sucht.
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Praeraffaeliten |
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