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Neoklassizismus
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Der Neoklassizismus ist keine Epoche im traditionellen Sinn. Er bezeichnet einen Rückgriff der Kunst auf Stilelemente des Klassizismus, der ca. 1820 endet. Ab 1900 greifen vor allen Dingen Architekten auf klassizistische Formen zurück. In Deutschland entwickelt sich dieser sehr strenge, klare, aber auch Macht demonstrierende Stil zu einer Art nationalen Baustil. Andere Länder sind da zurückhaltender. An Bauten von Peter Behrens zeigt sich z.B. der Rückgriff auf klassizistische und damit antikisierende Formen sehr deutlich. Es entsteht eine Synthese von repräsentativem Bauen und Funktionalität ohne überkandidelt zu werden wie bei späteren faschistischen Bauten, deren Architekten ebenfalls klassizistische Formen verwenden, um vor allen Dingen die Größe des totalitären Staates in den Bauten und Plastiken vor Augen zu führen. Auch in der Malerei gibt es Künstler, die für kurze Zeit klassizistische Bezüge aufgreifen, dann auch gern verbunden mit einem humanistischen Bildungsgedanken. Man kann sagen, dass viele große Architekten des 20. Jahrhunderts durch eine dem Neoklassizismus zugetane Schule gehen und deren Ideale in ihren Stil integrieren. International wird der Stil bis 1950 gern von Architekten totalitärer Staaten verwendet, da er große, klare, heroisierende Formen (und Körper in der Plastik) zeigt, die Gedanken idealisieren, was in den totalitären Systemen so nicht vorhanden ist.
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Neoklassizismus |
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