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Gotik
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Die Gotik ist die längste Kunstepoche der Kunstgeschichte. Auch wenn sie bereits ab dem 12. Jahrhundert in Frankreich das erste Mal innerhalb der Architektur auftritt, erhält sie ihren Namen erst im 16. Jahrhundert von dem italienischen Kunsthistoriker Giorgio Vasari. Rückblickend auf die schöne Kunst der Antike empfindet er den neuen Stil der Nachbarländer als barbarisch und benennt ihn demnach auch nach den Unruhe stiftenden Goten. Eine Aufwertung und Würdigung erfährt die Gotik, die Anfang des 16. Jahrhunderts endet, erst von den Künstlern der Romantik. Die Gotik verzeichnet großartige Neuerungen in der Architektur (z.B. Notre Dame in Paris), der Glas- und Buchmalerei sowie in der Skulptur und religiösen Tafelmalerei. Anders als in der Romantik verzichten die Künstler der Gotik nun auf den Goldgrund in ihren Altarbildern und wenden sich realistischeren Darstellungen ihrer Umgebung als Hintergrund zu. So werden Geschehnisse im Leben der Heiligen vor großartigen gotischen Gewölben, innerhalb niederländischer Häuser oder ebensolcher Landschaften wiedergegeben. Auch die dargestellten Figuren besitzen nun eine viel größere Körperlichkeit. Ihre leidenden Gesichter zeugen von einer großen Detailgenauigkeit und der Freude an narrativen Darstellungen. Als große niederländische Meister sind unter anderem Hubert und Jan van Eyck sowie Rogier van der Weyden zu nennen. In Deutschland Stephan Lochner, Matthias Grünewald sowie Albrecht Dürer, der bereits an der Schwelle zur Renaissance steht. Neben den gotischen Kathedralen entstehen am Ende dieser Epoche auch die bekannten Schnitzaltäre von Riemenschneider und Veit Stoss sowie bedeutende Wandmalereien in Italien.
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Gotik |
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